Wie entsteht eine Mumie?
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Da viele Völker an ein Leben nach dem Tod glaubten, wollte man durch die Mumifizierung den Toten die Gelegenheit geben, so unversehrt wie möglich ins Jenseits zu gehen. Die Mumifizierung war eine recht ekelhafte Angelegenheit und es brauchte viele Arbeiter mit handwerklichem Geschick. Es gab Werkstätten, in welchen die Mumienmeister ihr unappetitliches Handwerk betrieben. Zunächst wurde der Körper des Verstorbenen an der Seite aufgeschnitten und die inneren Organe entnommen. Die Organe wurden extra mumifiziert und in Krügen, den so genannten Kanopen zur Mumie ins Grab gegeben. Dann wurde der Leichnam entwässert und 40 Tage in Salz gelegt, damit er austrocknete. Anschließend wurde der Leichnam mit Tüchern ausgestopft und mit Leinenbinden umwickelt. Der Vorgang der Mumifizierung dauerte rund 70 Tage. Viele Mumien bekamen noch eine goldene Maske, so wie der Pharao Tutanchamun. Sein Gesicht sieht auf dieser Maske jung und schön aus. Das wünschte man ihm auch für das Jenseits.
Wenn die Mumifizierung abgeschlossen war, kamen die Kunsthandwerker an die Reihe. Sie zimmerten den Sarg, der genau der Körperform der Mumie entsprach. Dieser wurde mit Symbolen und bunten Bildern bemalt. Manche Särge haben Landkarten an der Innenseite – sie sollten dem Toten als Wegweiser ins Jenseits dienen. Damit es dem Verstorbenen auch im Jenseits gut gehen konnte, gab man ihm alles mit, was er für das ewige Leben brauchte: Körbe mit Speisen und Wein, Schmuckstücke und sogar Waffen. Auch Musikinstrumente und Spiele wurden mit in den Sarg gelegt, damit der Verstorbene sich im Jenseits nicht langweilte.

