Warum werden die Finger runzelig, wenn man zu lange badet?
Aus Wikilino
Deine Hände sind mit einer Hornhaut bedeckt. Diese Hornhaut ist trocken und besitzt keine Talgdrüsen wie die Haut an deinen restlichen Körperteilen. Dadurch fehlt der Hornhaut der fetthaltige Schutzfilm, den die Talgdrüsen produzieren.
Beim Baden dringt deshalb Wasser in die Hornhaut ein. In den Zellen der Hornhaut befinden sich verschiedene Zellinhaltsstoffe unter anderem auch Salz. Das bedeutet die Hornhautzelle ist „salziger“ als das Badewasser. Dieses „Ungleichgewicht“ möchte der Körper ausgleichen. Da die Salzteilchen vergleichsweise groß sind, können sie nicht durch die Zellwände ins Badewasser gelangen. Daher dringt umgekehrt das Wasser in die Zellen der Hornhaut ein, um den Konzentrationsausgleich herbeizuführen. Diesen Vorgang nennt man „Osmose“.
Das eingedrungene Wasser benötigt Platz in der Zelle der Hornhaut, deshalb quillt die Hornhaut auf und schlägt dabei Wellen. Diese Wellen sind die Runzeln, die du auf deinen Händen siehst. Das selbe passiert auch an deinen Füssen, wo Du ebenfalls Hornhaut hast.
Die übrige Haut an deinen Körper wird durch einen fetthaltigen Schutzfilm, den die Talgdrüsen bilden, gegen Aufquellen geschützt.
Übrigens: Ist der Salzgehalt deines Badewassers und der Haut annähert gleich, kommt es zu keiner Osmose. Das bedeutet es dringt kein Wasser in die Hornhautzellen ein. Daher werden die Finger auch nicht runzelig. Das kannst Du leicht selbst einmal ausprobieren. Gib einfach einmal ein Badesalz in dein Badewasser.

