Warum nicken Tauben beim Gehen mit dem Kopf?

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Das Nicken der Taube beim Gehen hat mit ihrer Art des Sehens zu tun. Tauben können ihre Augen nicht schnell hin und her bewegen wie wir Menschen das können. Wenn Du z. B. im Auto fährst und aus dem Fenster schaust, kannst Du einen bestimmten Gegenstand wie einen Baum längere Zeit betrachten. Dafür fixiert dein Auge den Baum, verfolgt ihn eine Zeit lang und dabei bewegt sich dein Auge mit. Irgendwann verschwindet der Baum aus deinem Blickfeld und sofort springen deine Augen zu einem anderen Gegenstand, fixieren ihn und verfolgen diesen. Diese Fähigkeit haben die Augen der Tauben nicht. Um diesen Mangel auszugleichen wenden die Tauben einen Trick an: Um einen Gegenstand mit den Augen zu fixieren, lässt sie den Kopf stehen, während sie bereits einen Schritt nach vorne geht. So bleibt auch das Bild auf der Netzhaut der Taube stabil. Die Taube sieht scharf. Beim Beobachten einer Taube haben wir oft den Eindruck, dass sich der Kopf nach hinten bewegt. Das ist jedoch eine optische Täuschung. Der Kopf steht still, während der Rest des Körpers sich nach vorne bewegt. Mit einem Ruck zieht sie dann den Kopf in die neue Position, fixiert erneut und wieder bleibt der Kopf möglichst lange in dieser Position während die Taube weitergeht. Dieses Kopfnicken der Taube entspricht also dem Hin- und Her unserer Augen.

Übrigens: Kleinere Vögel haben eine andere Lösung für dieses Problem. Statt zu gehen, hüpfen sie. Das ist sehr schön bei den Spatzen zu beobachten wie sie über den Boden hüpfen. Das Hüpfen ersetzt das Hin- und Her-Bewegen der Augen.

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