Warum hat ein Golfball Dellen?
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In früher Zeit machten die Golfspieler eine interessante Beobachtung. Alte Bälle, deren Oberfläche „vermackt“ war, flogen besser als ganz neue glatte. Daraufhin haben die Spieler ihre Bälle absichtlich mit kleinen Mulden und Muster versehen.
Physikalisch lässt sich die Beobachtung so erklären: Fliegt der Ball durch die Luft wird seine Oberfläche vom Fahrtwind umströmt. Der Ball teilt die Luft und hinter dem Ball vereint sie sich wieder. Je besser das Teilen und Wiedervereinigen der Luft funktioniert umso windschlüpfriger ist der Flugkörper. Das heißt desto weiter kann er fliegen.
Kugeln bzw. Bälle sind sehr ungünstige Flugkörper. Beim Umströmen des Balls entstehen starke Luftverwirbelungen und diese bremsen den Ball. Hat ein Ball, wie der Golfball, regelmäßige Vertiefungen, bilden sich knapp über der Oberfläche des Balles winzige Luftverwirbelungen. Diese Verwirbelungen wirken wie eine Schmierschicht aus Luft. Die vorbeiströmende Luft reibt sich an den Verwirbelungen viel weniger als an einer glatten Balloberfläche. Das bedeutet er wird weniger abgebremst. Das Ergebnis: Beim Abschlag fliegt ein Ball mit Dellen bis zu vier Mal weiter als ein glatter Ball.
Übrigens: Die Dellen heißen in der Fachsprache „Dimples“. Ein normaler Golfball hat zwischen 350 und 450 Dimples. Der Rekordhalter hatte 1070 Dimples.

